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Von einer Stärkung der ländlichen Regionen profitieren alle! - MÄHREN AG
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Von einer Stärkung der ländlichen Regionen profitieren alle!

Die deutschen Städte wachsen, der Zuzug bleibt ungezügelt, der Wohnraum wird knapper, teurer und überhaupt wollen gefühlt alle nach Berlin. Gleichzeitig veröden ganze Ortskerne in den ländlichen Regionen.

Die öffentliche Diskussion dreht sich großteils um die überlaufenen Ballungsräume. Ländliche Regionen finden dabei oft nur als Randnotiz Beachtung, obwohl sie ganz eigene Probleme mitbringen, die gelöst werden müssen. Sie kämpfen mit Leerständen, mangelnden Dienstleistungen und unzureichender Infrastruktur.

Kleinere Lagen verlieren dadurch zunehmend an Attraktivität obwohl eine Stärkung dieser Orte auch der Überlastung der großen Städte entgegenwirken könnte. Und stimmt es überhaupt, dass alle in die Großstadt wollen?

Stadt und Land driften auseinander

Argumente für ein Leben auf dem Land gäbe es eigentlich viele: Am Land ist es ruhiger, grüner und gemeinschaftlicher. Die Wege sind kürzer, man kennt seine Nachbarn und es fällt leichter, zu entschleunigen.

Gleichzeitig erzeugt der Gedanke an ein friedliches Leben auf dem Land auch eine Furcht vor dem Abgehängt sein, denn mitunter fehlen die nötigen Infrastrukturen und Angebote vor Ort, um die individuellen Lebensverhältnisse zu erhalten. So fällt es teilweise schwer, Menschen von einem Leben auf dem Land zu überzeugen oder jene, die noch dort wohnen, zu halten. Zu viele ziehen weg oder gar nicht erst hin.

Wollen wirklich alle in die Großstadt?

Die Antwort lautet nein. Es herrscht die weit verbreitete Ansicht, dass so gut wie alle Menschen am liebsten in die Großstadt ziehen würden. Die überfüllten Metropolen und der zunehmende Wohnraummangel unterstreichen diese These.

Tatsächlich sagt die Statistik aber etwas anderes: Laut einer Umfrage der Bundesstiftung Baukultur möchten ganze 45 Prozent der Deutschen am liebsten in einer ländlichen Gemeinde und 33 Prozent in einer kleinen oder mittelgroßen Stadt wohnen. Damit bevorzugen nur 21 Prozent der Befragten, ein Leben in der Großstadt., Grundsätzlich würden also sehr viele Menschen lieber aufs Land ziehen, statt in die überlaufene Großstadt. Dort fehlen aber häufig die nötigen Strukturen und Angebote, sodass es viel zu oft nur Theorie bleibt.

Grund genug, endlich Maßnahmen zu ergreifen, um das Leben auf dem Land wieder attraktiver zu machen. Drei der nötigen Maßnahmen lauten wie folgt:

Drei Maßnahmen, die ein Leben auf dem Land wieder attraktiver machen

 

Ortskerne stärken für passenden Wohnraum

Eine Maßnahme, um den betroffenen Lagen wieder mehr Leben einzuhauchen, liegt in der Stärkung der Ortskerne. Dabei geht es vor allem darum, Gebäudeleerstände durch eine Umnutzung zu aktivieren und durch neue, individuelle Konzepte passenden Wohn- und Geschäftsraum zu schaffen. Durch eine erfolgreich umgesetzte Innenentwicklung und gegebenenfalls gebremste Ausweisung neuer Baugebiete können Räume ideal genutzt und Leerstände gemindert werden.

Steigende Attraktivität durch eine bessere Infrastruktur

Es ist kein Wunder, dass Menschen sich abgehängt fühlen, wenn Arztpraxen schließen, es immer weniger Dienstleistungen sowie Freizeitangebote gibt und der Weg in die nächste Stadt einer Weltreise gleicht.

Die Investition in eine lückenlose und leistungsfähige Infrastruktur lohnt sich, denn sie ist ein zentraler Faktor der ländlichen Entwicklung. Infrastrukturen wie Wohnen, der öffentliche Nahverkehr, Bildung, Medizin, Versorgung und Arbeit müssen proaktiv ausgebaut, erhalten und die betreffenden Akteure vor Ort aktiv unterstützt werden.

Breitbandausbau gegen die digitale Spaltung von Stadt und Land

Neben Stromleitungen, Autobahnen und Wasserwegen ist auch digitale Vernetzung von zentraler Bedeutung. Eine zu langsame oder gar fehlende Internetverbindung bremst den gesamten Alltag. Vor allem ländliche Gebiete fühlen sich sehr oft beim Ausbau der digitalen Infrastruktur hintenangestellt. Eine zuverlässige und schnelle Internetverbindung ist unter anderem für die Bereiche Arbeit, Bildung und das Sozialleben maßgeblich. Dadurch kann eine gewisse Flexibilität erhalten bleiben, wenn man sich für ein Leben auf dem Land entscheidet.

 

Von einer Stärkung der ländlichen Regionen profitieren alle

Wenn ländliche Regionen gestärkt werden und Menschen dort eine attraktive Infrastruktur im Bildungs-, Freizeit- und Gesundheitsbereich vorfinden, Telearbeitsplätze gefördert werden und es möglich ist, ohne Auto schnell in die nächste Stadt zu gelangen, werden alle davon profitieren. Auch der Ansturm auf die Ballungsräume wird langfristig abnehmen.