Virtual Reality: Echte Konkurrenz für Makler? - MÄHREN AG
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Virtual Reality: Echte Konkurrenz für Makler?

Die Automobilbranche macht es vor: Kunden konfigurieren einen Wagen am PC, steigen mittels 3D-Brille in das Wunschmodell ein und sammeln erste Eindrücke durch eine virtuelle Probefahrt. Dieser Service wird gerne genutzt und geschätzt – dementsprechend steigen die Verkaufszahlen.

Und das macht Sinn! Britische Studien haben ergeben, dass mehr als ein Drittel der Konsumenten auf Einkäufe verzichtet, weil sich Viele gewisse Angebote und Möglichkeiten nicht richtig vorstellen können. Virtual Reality bringt hier einen Schritt weiter, denn es vermittelt dem Interessenten ein Gefühl für das Produkt, ohne vor Ort zu sein. Davon profitiert nicht nur die Automobilindustrie. Auch für die Immobilienbranche ist Virtual Reality ein großes Thema.

Die Gründe dafür sind relativ simpel: Oftmals fällt es schwer, sich ein verwohntes Haus in seiner alten Pracht auszumalen oder vorab Ideen für die Möglichkeiten der Raumnutzung zu entwickeln. Wie es wirklich aussieht, wenn man diese oder jene Wand einreist, einen anderen Boden verlegt oder bestimmte Mängel behoben sind, kann man sich im Vorhinein oft schwer vorstellen. Dementsprechend wird das Modell der virtuellen Besichtigung auch bei der Vermarktung von Immobilien an Bedeutung gewinnen. Ob über VR-Brille oder App: Experten sind sich sicher, dass diese Art der Besichtigung in wenigen Jahren Standard sein wird.

Virtuelle Begehungen kommen – ersetzen aber weder Makler, noch reale Besichtigung

Immobilien können zukünftig besichtigt werden, ohne, dass ein Makler oder Interessent vor Ort ist. Dabei geht es nicht darum, Besichtigungstermine mit Makler im Allgemeinen zu ersetzen. Vielmehr geht es um einen einschlägigen ersten Eindruck und darum, die Potenziale einer Immobilie visuell darzustellen. Vorstellung und Wirklichkeit klaffen oft weit auseinander, Virtual Reality kann diese Lücke schließen. Eine virtuelle Besichtigung findet vor der ersten realen Besichtigung oder danach statt – nicht aber stattdessen.

Oft reichen Bilder und Beschreibungen nicht

Auch wenn die Begeisterung Dank Darstellung mittels Text und Bild groß ist, sieht die Sache vor Ort manchmal ganz anders aus. Besonders, wenn sich eine Immobilie in einem anderen Land befindet, oder sie noch gar nicht gebaut wurde, ergibt eine virtuelle Besichtigung vorab Sinn, um Zeit zu sparen. Nach der realen Besichtigung kann es auch sinnvoll sein, das Wunschobjekt via VR-Brille zu betrachten, z.B. wenn besprochene Umbauten oder Mängelbehebungen dargestellt werden sollen.

Auch schwer angesagt: Live-Besichtigungen

Die Light-Variante, mit der man online und ohne VR-Brille eine Immobilie vorab besichtigen kann, wäre die sogenannte Live-Besichtigung.  Diese findet über das eigene Smartphone oder Tablet statt. Dabei befindet sich der Makler in Echtzeit vor Ort und präsentiert die Immobilie einem oder mehreren Interessenten über ein mobiles Gerät. Ein Vorteil dieser Variante liegt darin, dass hier via Chatfunktion interagiert werden kann. Um diese Möglichkeit zu nutzen, benötigt der Makler lediglich eine spezielle App und geht dann mit dem Smartphone durch das Objekt und filmt alle Räume. Interessenten klinken sich dann über Tablet oder Smartphone ein und können die Aufzeichnungen des Maklers verfolgen.

Werden virtuelle Begehungen die Makler-Besichtigungen irgendwann ablösen?

Wir sind uns sicher: Nein.

Zum einen verlieren Interessenten bei all der Informationsflut und den raschen Veränderungen am Markt leicht den Überblick. Eine individuelle Beratung durch Marktspezialisten wird speziell beim Immobilienkauf immer nötig sein. Und: Wohnen bleibt Herzenssache und die Immobiliensuche immer auch ein emotionaler Vorgang. Schon alleine deshalb werden reale Besichtigungen und individuelle Beratungen durch den Makler immer erwünscht sein.