Student Housing: Eine Asset-Klasse im Vormarsch - MÄHREN AG
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Student Housing: Eine Asset-Klasse im Vormarsch

Noch nie gab es in Deutschland so viele Studenten. 2,76 Millionen sind es dem Statistischen Bundesamt nach seit Beginn des Jahres  – ein neuer Rekord! Jeder Zehnte kommt dabei aus dem Ausland, Tendenz steigend. Noch nie waren so viele an deutschen Universitäten, Fach- und Kunsthochschulen eingeschrieben.

Nicht nur die Anzahl der Studierenden hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Auch die Art zu Studieren und das Studentenleben an sich ist meist nicht mehr so, wie es die früheren Generationen in Erinnerung haben.

Heute wird anders studiert, als noch vor einigen Jahren.

Die heutigen Studenten schließen ihr Studium tendenziell in kürzerer Zeit ab, sie reisen mehr, wohnen und leben anders. Einfach ausgestattete Studentenzimmer werden zunehmend rar. Grundsätzlich lässt sich eine Tendenz feststellen: Der allgemeine Standard steigt – und das hat einen Grund:

Die Mehrheit der Studierenden hat heute mehr verfügbares Monatseinkommen denn je. Dadurch entstehen von Grund auf andere Erwartungen und Bedürfnisse an das Studentenleben und damit nicht zuletzt an das Wohnumfeld. Student Housing rückt somit aus gutem Grund in das Zentrum der Interessen von Investoren.

Klein und praktisch reicht den meisten nicht mehr

Die neuen Studentenwohnhäuser erinnern auf den ersten Blick an den aktuellen Trend der Mikro Apartments: Zentral gelegen und verkehrsgünstig, hochwertig ausgestattet und abgerundet durch sämtlichen Service. Die Größe der Apartments selbst ist weniger wichtig, der schnelle und zuverlässige Internetzugang aber unerlässlich.

Bei Studentenwohnhäusern ist noch ein weiterer Punkt ein sehr wichtiger, nämlich das hausinterne Management. Dieses soll nämlich deutlich mehr leisten als eine Hausverwaltung oder ein Concierge. Das Management des Hauses soll aus guten Seelen bestehen, die mehrsprachig und rund um die Uhr ansprechbar sind. Ein aktives Community Management und Mehrwertservices sind ebenso gerne gesehen.

Vor allem die Mikrolage ist entscheidend

Laut CBRE sind verfügbare Bestandsimmobilien eher rar. An Bedeutung gewinnen demzufolge Projektentwicklungen.

Um diese möglichst gewinnbringend in die Tat umzusetzen und einen hohen Vermietungsgrad zu garantieren, sind vor allem Nachfrage und städtische Entwicklungen vor Ort entscheidend. Es stellt sich auch für Studenten zunehmend die Frage nach der Lage, wenn es um das neue Zuhause geht. Dabei kommt es nicht nur auf die Wahl der Stadt an, sondern mindestens genauso auf die Mikrolage. Nicht nur die Universität, sondern auch Szeneviertel und Geschäfte des täglichen Bedarfs sollen in unmittelbarer Nähe sein. Eine gute Verkehrsanbindung wird ebenso vorausgesetzt.

Wirft man einen Blick auf die Bauprojekte selbst, so gibt es hinsichtlich der Aufteilung der Immobilie keinen Branchenstandard. Der Anteil der Einzimmer-Apartments wie auch der Gemeinschaftsflächen schwankt je nach Präferenz der Entwickler, Betreiber und Investoren.

Langfristig attraktive Renditen

Aufgrund der hohen Studentenzahl, des steigenden Anteils internationaler Studierender und des stetigen Zuzugs erwartet eine hohe Anzahl der Investoren weiteres Wachstum in den nächsten fünf Jahren. Die Attraktivität von Studentenapartments speist auch daher, dass geringeres Mietausfallrisiko besteht. Dieses ist zum einen durch die vielen einzelnen Mieter und zum anderen durch Elternbürgschaften begründet. Aufgrund höherer Fluktuation als im „normalen“ Wohnsegment kann der Mietpreis häufig an das Marktniveau angepasst werden. Darüber hinaus bewegt sich dieses Segment bisher außerhalb der Mietpreisbremse.

Kommt die Ebbe nach der Flut?

Die Vorteile, die Student Housing aktuell mit sich bringt, sind somit klar. Doch der Peak soll bereits erreicht sein. Was kommt danach?

Kritische Stimme warnen davor, dass sich all das schneller als gewünscht wieder ändern kann.Der momentane Bedarf ist riesig, weil mehrere Abi-Jahrgänge an die deutschen Universitäten drängen. So werden die hohen Preise erzielt. Doch was, wenn sich die Lage entspannt? Die Welle an neuen Studenten hat ihren Scheitelpunkt bereits überschritten. Bis 2025 soll die Zahl der Studienanfänger um bis zu zehn Prozent sinken.

Doch es gibt Grund für Optimismus: Selbst, wenn die Studienzahl irgendwann gravierend sinken sollte, kann die Nachfrage durch andere Gruppen auf dem Wohnungsmarkt substituiert werden. Im Vergleich zu anderen Asset-Klassen stellt Student Housing eine attraktive Portfoliomischung mit stabilen Miet-Cash-Flows dar.