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Digitalisierung: Die Baubranche erfindet sich neu - MÄHREN AG
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Digitalisierung: Die Baubranche erfindet sich neu

Auch die Baubranche bleibt von der digitalen Transformation nicht verschont. Die Digitalisierung beeinflusst zunehmend die gesamten Prozesse. Somit eröffnen sich nicht nur Ingenieuren immer mehr neue Möglichkeiten: Digitale Bauüberwachung, Bauplanung, Qualitätssicherung sowie 3D-Druck, Robotik und andere spannende digitale Innovationen stehen für eine echte Revolution– und verändern damit die entsprechenden Berufe.

Im Mittelpunkt der Digitalisierungsstrategie steht Building Information Modeling (BIM). Die konsequente Anwendung dieses Modells ist aber nur ein Aspekt, der zeigt, wie umfassend digitale Abläufe die Bauunternehmen verändern. Im Folgenden wird neben BIM auf drei weitere maßgebliche Innovationen der Baubranche eingegangen, nämlich auf den 3D-Druck, den Einsatz von Robotern am Bau sowie die sich verändernden Berufe, die damit einhergehen.

WAS IST BIM?

BIM steht für Building Information Modeling und gilt als Herzstück der Digitalisierungsstrategie. Vereinfacht gesagt werden dabei Bauwerke zunächst als durchgängige, virtuelle Gebäudemodelle in mehreren Dimensionen erstellt, bevor der tatsächliche Bau gestartet wird. Diese Technik lässt sich grundsätzlich bei allen Baumaßnahmen anwenden. Neben dem Einsatz bei Neubau-Projekten lässt sich BIM auch sehr gut für Sanierungen heranziehen.

Bau-Robotik

Eine entscheidende Rolle wird auch die Bau-Robotik spielen. Dabei sollen Roboter Bauteile vorproduzieren und auf den Baustellen Daten sammeln, zur Verfügung stellen und bewerten. So werden Datenlecks geschlossen und die Effizienz von digitalen Planungsmodellen, wie BIM, deutlich gesteigert. Es werden sensitive Leichtbauroboter eingesetzt, die durch ihre Sensorik einen hohen Grad an Feingefühl mitbringen. Die Roboter können z.B. mit Hilfe von Suchalgorhitmen optimale Positionen ertasten und an den richtigen Stellen mit ihrer Montagearbeit beginnen. Beim Einsatz der Roboter steht die Teilautomatisierung klar im Mittelpunkt. Sie sollen Menschen als Hilfsassistenten unterstützen – ihn aber nicht ersetzen. Diese Herangehensweise soll zwei entscheidende Probleme lösen: Zum einen soll die geringe Produktivität am Bau gesteigert und zum anderen die Berufe der Bauindustrie über viele Gesellschaftsschichten hinaus wieder attraktiver machen.

Beton aus dem 3D-Drucker

Zu den spannendsten Innovationen der Digitalisierung zählt zweifelsohne die 3D-Drucktechnik. Gerade im Hinblick auf die Baubranche sind die Fortschritte enorm.

Eines der größten Potenziale dieser Technik liegt darin, Baustoffe mit neuen Eigenschaften zu entwickeln und auszudrucken. Speziell in Hinblick auf geometrisch komplexe Betonelemente, deren Produktion auf herkömmliche Art und Weise teuer wäre, ergeben sich durch 3D-Druck enorme Potenziale. In Frankreich und den Niederlanden werden bereits ganze Häuser bewohnt, die mittels 3D-Druck gebaut wurden.

Wir haben uns bereits in einem vergangenen Beitrag eingehender mit dem Thema 3D-Druck beschäftigt.

Auch die entsprechenden Berufe verändern sich

Für Bauberufen kann die Digitalisierung als eine Brücke in die Zukunft gesehen werden. Beschäftigte der Bauwirtschaft müssen zunehmend auch einen sicheren Umgang mit digitalen Medien sowie IT-Know-how vorweisen können. Jede Arbeit, die im Zusammenhang mit dem Bau steht, dockt immer mehr an Maschinenbau und IT an. Somit hängt die Innovationskraft der Bauwirtschaft von der Weiterentwicklung der Mitarbeiter auf allen Ebenen ab.

Bauen 4.0: Heute ist nicht alle Tage

Die Ansprüche an den Bau werden immer größer. Ohne die Digitalisierung des Bauens sind sie schwer zu bewältigen. Eine Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung dieser gesteigerten Erwartungen ist das reibungslose Zusammenspiel aller Akteure. Die Innovationen auf dem Bau werden nicht nur einige Stellschrauben beeinflussen. Alle Stufen der Wertschöpfungskette am Bau bekommen sie spüren. Dadurch ergibt sich für alle Ebenen ein enormes Potenzial. Daher sind nicht nur Bauingenieure, sondern alle Mitwirkenden gut beraten, sich schon heute fit für die digitalen Innovationen von morgen zu machen.