Die Zukunft des Wohnens: Vertikales Wohnen - MÄHREN AG
6285
post-template-default,single,single-post,postid-6285,single-format-standard,qode-quick-links-1.0,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-child-theme-ver-1.0.0,qode-theme-ver-13.2,qode-theme-bridge,wpb-js-composer js-comp-ver-5.4.5,vc_responsive

Die Zukunft des Wohnens: Vertikales Wohnen

Wie genau das Wohnen in der Zukunft aussieht, steht noch nicht fest. Eines ist aber klar: Die Menschen zieht es durch Urbanisierung und Co. immer mehr in die Stadt und der Wohnraum dort wird immer knapper. Außerdem entwickeln sich die gesellschaftlichen Ansprüche hinsichtlich des Wohnens.

An neuen Wohnraumkonzepten wird dementsprechend gearbeitet. Drei davon möchten wir Ihnen im Rahmen unserer Serie „Die Zukunft des Wohnens“ vorstellen, nämlich das vertikale Wohnen, das kollaborative Wohnen und Mikrowohnen.

Wohnen im vertikalen Kiez

Dass die Hochhäuser kommen, haben wir bereits in einem vergangenen Beitrag beschrieben. Das folgende Konzept geht jedoch einen Schritt weiter.  Beim vertikalen Wohnen werden oft leerstehende Gewerbeobjekte saniert, revitalisiert und in Wohnraum umgewandelt – und nicht nur das!

Das vertikale Wohnen soll die Lücke zwischen Standardwohnung und Boardinghouse schließen. Demnach befinden sich Wohnraum und Gewerbeflächen in einem Gebäude und machen es von vorn herein möglich innerhalb eines Komplexes zu wohnen, zu arbeiten und seine Freizeit zu gestalten. So werden von Anfang an Coworking-Spaces, Einkaufsmöglichkeiten, Kitas, Gastronomie, Fitnessstudios usw. in sämtliche Wohnkonzepte der Zukunft integriert sein.

Flexibilität und (soziale) Vernetzung sind wichtige Aspekte der Idee. Dementsprechend kommt den Gemeinschaftsräumen besonders große Beachtung zu.

Viele dieser Konzepte sehen Vollmöblierung vor, sodass es auch möglich wird, für eine gewisse Zeit aus dem Koffer zu leben. Und das meist in guter Lage, denn ungenutzte Bürogebäude und Hochhäuser liegen oftmals zentral. Und das sollen sie auch, denn damit das volle Potenzial der vertikalen Kieze ausgeschöpft werden kann ist die Standortfrage noch bedeutender als bei anderen Immobilientypen. Ein solches Gebäude kann nur in einem wachsenden Stadtviertel einen urbanen Kosmos abbilden und seiner Umgebung ein neues Gesicht verleihen.

Die ersten Hochhausprojekte laufen schon

Ein Vorreiter hinsichtlich des vertikalen Wohnens ist zweifelsohne das Unternehmen VauVau. Einige „Vertical Villages“ werden in Deutschland bereits umgesetzt. Das Unternehmen hat sich bereits einige Objekte gesichert. Hier drei Beispiele:

Köln: CologneApart

Das bisher von der Deutschen Post genutzte Objekt in Köln wird nicht nur entkernt, auch die Flächen der Obergeschosse werden optimiert und erweitert. Die drei Untergeschosse, wie auch das Erdgeschoss, werden weiterhin gewerblich genutzt, während die anderen Etagen mit insgesamt 225 Wohnungen neuen Wohnraum bieten sollen. Das Objekt befindet sich, zentral gelegen, in der Stolkgasse.

Leipzig: FourLiving

In Leipzig entstehen über 14.000 m² Wohnfläche und über 5.000 m² Gewerbefläche durch den Umbau des ehemaligen Bauordnungsamtes. Dieses soll zu Wohnhäusern umgebaut werden, indem der langgestreckte Baukörper neu strukturiert und in vier eigenständige Blöcke geteilt wird. Diese stehen auf einem gemeinsamen Sockel. Neben den geplanten 264 Neubauwohnungen und dem Gewerbe wird den Nutzern ein umfangreiches Angebot zur ergänzenden Nutzung geboten.

Düsseldorf: UpperNord Tower

In Düsseldorf entsteht im Rahmen eines Neubauprojektes ein Wohn- und Geschäftshaus. Das Gebäude soll 120 Meter hoch werden und auf 33 Etagen fast 22.000 m² Wohnfläche bieten. Die restlichen 2.800 m² werden zur gewerblichen Nutzung verwendet, indem Büros, ein Fitnessstudio und auch eine Skybar ihren Platz finden. Das Objekt wird innenstadtnah und verkehrsgünstig liegen.

Der Fokus wird auf Gemeinschaftsflächen und Serviceangeboten liegen

Durch Coworking-Bereiche, Fitnessräume, begrünte Terrassen usw. werden Wohntürme zu sozialen Schnittstellen.

Für die Zukunftsfähigkeit unserer Städte zählt vertikales Wachstum zu den entscheidenden Gradmessern. Zum einen, weil Bauflächen in den Innenstädten begrenzt ist und zum anderen, um deutsche Städte in einer globalisierten, modernen Arbeitswelt zu positionieren.

Derzeit befindet sich der Trend zum vertikalen Wohnen noch in der Anfangsphase, doch es besteht kein Zweifel, dass die Zukunft des modernen Städtebaus in der Höhe liegen wird.



1. Berliner Miethaus-Marktbericht 2018