Die Zukunft des Wohnens: Mikrowohnen - MÄHREN AG
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Die Zukunft des Wohnens: Mikrowohnen

In den deutschen Metropolen haben sich Mikrowohnungen längst etabliert. Leben und arbeiten auf kleinstem Raum gewinnt hierzulande immer mehr an Bedeutung. Und das hat mehrere Gründe: Der deutsche Wohnungsmarkt wird durch Entwicklungen wie dem Trend zum Schwarmverhalten, Urbanisierung und veränderten Konditionen am Kapitalmarkt stark angeheizt.  Nicht nur Top-Standorte wie Berlin, Hamburg und München sind davon betroffen. Selbst B- und C-Städte wie Leipzig und Kiel befeuern den Wohnungsmarkt. Dadurch wird Wohnraum immer knapper und teurer.

Sehr deutlich lässt sich diese Entwicklung am Beispiel München veranschaulichen. 2000 lebten in der bayerischen Landeshauptstadt noch 2.500 Menschen je Quadratkilometer. Heute sind es bereits über 4.200. Bis 2030 soll die Bevölkerungszahl sogar auf über 5.000 Menschen pro Quadratkilometer steigen.

Aber: Das Einkommen pro Kopf steigt nicht im selben Maße. So ist eine Verringerung der Wohnraumgröße für einige die einzige Möglichkeit, die Wohnkosten längerfristig zu halten. Abstriche in Sachen Komfort soll es allerdings nicht geben. Somit sind innovative Konzepte gefragt, die den Wohlfühlfaktor auch auf kleinerer Fläche gewährleisten.

Aus kleinem Raum viel herausholen

Beim Mikrowohnen wird auf kleinem Fuß gelebt. Die Wohnungen sind meist 20-27m² groß und in der Regel möbliert oder teilmöbliert.

Neu gedachte Grundrisse, multifunktionale Möblierungen, intelligente Stauraumlösungen, effiziente Flächenlösungen und verschiebbare Möbelwände sind nicht neu, werden aber in Zukunft noch verstärkter zum Einsatz kommen.

Es wurden bereits Systeme entwickelt, welche die neuesten Erkenntnisse aus der Roboter-Forschung mit Design Know-How verbinden. Dabei steht die Vereinbarkeit von Roboter-Technologien und Architektur speziell im Mittelpunkt. Ziel ist es, intelligente Möbelsysteme zu entwickeln, die zum einen praktisch und zum anderen hochwertig im Design sind. Zu den gängigsten Features zählen hierbei herausklappbare Schreibtische, Betten und Schränke auf Rollen und Wände, die mit Sensoren versehen sowie mit einer interaktiven Bedienungskonsole verbunden sind und somit durch Fingersensorik gesteuert werden können. Je nach Konzept sind auch Gemeinschaftsräume und Serviceangebote enthalten. Die Nachfrage nach diesbezüglichem Wohnraum ist groß. Dementsprechend sind Projekte oftmals vor ihrer Fertigstellung schon vollständig vermietet.

Reines Nischenprodukt?

Die meisten Nachfragenden sind auf der Suche nach einer Wohnung für einen begrenzten Zeitraum. Vollausgestattete Mikrowohnungen in passender Lage eigenen sich auf der einen Seite sehr gut für dieses Vorhaben. Andererseits bedeutet das auch, dass die Wohnungen einer sehr hohen Fluktuation unterliegen. Daraus resultiert, dass sich die Bildung von Hausgemeinschaften, Nachbarschaften und eine soziale Einbindung schwieriger gestalten. Kritikern zufolge seien diese Wohnungen für einen begrenzten Zeitraum sehr interessant. Als dauerhafte Bleibe sollen sie aber eher weniger geeignet sein.

Ein Trend mit Zukunft

Gegenwärtig bilden Mikrowohnungen ein interessantes Produkt mit sehr guten Vermarktungspotenzialen – wenn die Lage stimmt. Urbanisierung, Digitalisierung und demographischer Wandel verstärken sich gegenseitig und beeinflussen damit unsere Wohnkultur. Diese wird sich immer weiter Verändern und viele neue Möglichkeiten hervorbringen. Neue Konzepte und multifunktionale Produkte, die Raum und Möbel enger als Einheit definieren, werden dabei eine große Rolle spielen.