fbpx
Die Zukunft des Wohnens: Collaborative Living - MÄHREN AG
6337
post-template-default,single,single-post,postid-6337,single-format-standard,qode-quick-links-1.0,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-child-theme-ver-1.0.0,qode-theme-ver-13.2,qode-theme-bridge,wpb-js-composer js-comp-ver-5.4.5,vc_responsive

Die Zukunft des Wohnens: Collaborative Living

In den letzten Jahren brachte die Sharing Economy die herrschende Ordnung sämtlicher Wirtschafts- und Lebensbereiche durcheinander. Es wird gemeinschaftlich genutzt und geteilt, was das Zeug hält. Die Kernidee von Konzepten wie Airbnb, Car2go und Uber besteht darin, dass Zugang und Nutzung dem Eigentum vorgezogen wird. In Anbetracht der Urbanisierung und des gesellschaftlichen, wie demografischen Wandels stellt sich zunehmend die Frage, inwieweit sich diese Idee auf unsere Wohnkultur übertragen lässt.

Die Städte werden größer und voller, die Nachfrage steigt und gleichzeitig verändert sich die Art, wie die Menschen wohnen. Das Konzept des Collaborative Living soll angesichts dieser Entwicklungen kollaborative Kulturtechniken auf das Wohnen übertragen. Heißt: Nicht mehr nur Dinge aus den eigenen vier Wänden und Tätigkeiten werden ausgelagert, sondern ganze Wohnfunktionen und die damit verbundenen Dienste.

Wir erweitern den Wohnraum zunehmend über unsere vier Wände hinaus

Einschlägige Studien des Zukunftsinstituts bestätigen, dass wir in Zukunft vermehrt Wohnfunktionen auslagern.

„Immer mehr Menschen eignen sich öffentliche Bereiche an, um ihr Wohnumfeld zu erweitern“, so Harry Gatterer, Geschäftsführer des Zukunftinstituts Österreich.

Vieles wird somit nicht mehr nur im eigenen zu Hause gemacht, sondern findet in Parks und auf Plätzen statt. So wird der Park zum Garten und die Bibliothek zum Büro. Die Wohnung ist nicht mehr nur 45 Quadratmeter groß, sondern hat die Fläche einer ganzen Stadt. Zukunftsforscher sagen voraus, dass wir nicht mehr in voll ausgestatteten Wohnungen leben werden, sondern unsere Ausstattung zunehmend auf das Nötigste beschränken und alles andere auslagern.

Die Waschmaschine steht nicht mehr in unserem Badezimmer, sondern im Waschsalon nebenan. Unsere Küche ist klein, wir nutzen vermehrt Restaurants und für das gemeinsame Kochen mit Freunden wird eine Küche gemietet. Das heimische Wohnzimmer wird immer mehr gegen die Kneipen nebenan eingetauscht, welche heute schon immer mehr Wohnzimmercharakter aufweisen.

Allgemein gewinnen öffentliche Gemeinschaftsräume an Bedeutung. Diese ergänzen die eigene Wohnung. Und das ist keine Zukunftsmusik mehr: Vor allem bei privaten Baugruppen-Projekten und Mehrfamilienhäusern sind erste Ansätze von Wohnmodellen mit privaten und zusätzlichen Gemeinschaftsflächen bereits zu verzeichnen.

Dezentrales Wohnen soll in Zukunft deutlich an Bedeutung gewinnen

Die Lebenswelt wird hier, wie beim Wohnen im Hochhaus, erweitert. Aber: Es handelt sich bei diesem Modell weniger um einen „vertikalen Kiez“ innerhalb eines Hochhausprojektes, sondern um ganze Siedlungen und Stadtteile, die den privaten Lebensraum ganz selbstverständlich erweitern.