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Die Zukunft des Wohnens: Die Bevölkerung wird älter - MÄHREN AG
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Die Zukunft des Wohnens: Die Bevölkerung wird älter

Die Gesellschaft wandelt sich ständig. Weltweit zieht es Menschen aller Altersgruppen vom Land in die Stadt, Lebensstile werden individueller, Wohnen und Arbeiten verschmelzen zunehmend und: Die Lebenserwartung der Menschen steigt.

Laut dem Statistischen Bundesamt werden 2050 rund 30 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung 65 Jahre oder älter sein. Damit steigt nicht nur der Bedarf an entsprechendem Wohnraum. Städte müssen reagieren und ihre gesamte Infrastruktur den Lebensumständen älterer Menschen besser anpassen.

Auch die Immobilienwelt überdenkt ihre Konzepte. Eines steht fest: Begriffe wie „Altenheim“ oder „altersgerecht“ werden nach und nach aus dem Sprachgebrauch verschwinden. Das Wohnen im Alter, wird, wie das Alter selbst, anders aussehen, als wir es von den vergangenen Generationen kennen. Gemeinsames Wohnen, digitale Vernetzung und individueller Service werden dabei eine besonders tragende Rolle spielen und die Lebensqualität im vorangeschrittenen Alter maßgeblich beeinflussen.

Keine demographische Katastrophe

Altern bedeutet längst nicht mehr Ruhestand. Schneller als vermutet bahnt sich ein neues Altersverständnis seinen Weg. Das von vielen gefürchtete Szenario einer vergreisenden Gesellschaft weicht zunehmend einem neuen Altersbild.

Die „neuen“ Alten werden nicht nur älter, sondern auch fitter und technisch bewanderter sein. Zwei wichtige Aspekte, denn neben steigender Lebenserwartung vermehren sich damit die Möglichkeiten das eigene Leben länger aktiv zu gestalten. Lebensstil, Konsumverhalten und Lebensziele verändern sich dadurch.

 

Anders Wohnen im Alter

 

Gemeinsam statt einsam

Gemeinschaftswohnprojekte werden Seniorenheime klar ablösen. Betreutes Wohnen ist ein Beispiel, aber auch selbstorganisierte Alterswohngemeinschaften und Mehrgenerationenwohnprojekte sind im Kommen. Eine Alters-WG bietet, neben der Basis für gemeinsame Aktivitäten, auch die Möglichkeit eines Rückzugs in den eigenen Privatraum. Hier kann man sich gegenseitig unterstützen und zur gleichen Zeit eigenständig leben. Der Tagesablauf, wie auch das Ausmaß der Betreuung durch Fachpersonal, kann selbst bestimmt werden.

Individueller Service gewinnt an Bedeutung

Auch neue Versorgungsstrukturen und Mobilitätskonzepte gewinnen an Bedeutung. Wer unabhängig leben möchte aber alleine nicht mehr alles machen kann, der braucht Unterstützung – sei es beim Einkaufen oder beim Reisen. Dienst-, Service-, und Versorgungsleistungen werden mit zunehmendem Alter immer wichtiger. Der Markt für Serviceleistungen im Alter wird also größer. Je nach Bedürfnis kann zugebucht werden.

Digitale Vernetzung im Alltag

Digital gestützte Dienste werden auch im Alter eine wichtige Rolle spielen. Die „neuen“ Alten sind technisch affin und haben meist Erfahrung im Umgang mit Smartphones, Tablets und Co. Soziale Netzwerke, Apps und mobile Internetanwendungen werden auch für die Mehrzahl der 80- und 90-Jährigen fester Bestandteil des Alltags sein. Bewohner einer betreuten Wohngemeinschaft können sich so (z.B. entsprechend der Gemeinsamkeiten) miteinander vernetzen und verabreden. Doch auch die Kommunikation mit dem Pflegepersonal, Paten und Dienstleistern kann unabhängig von der Wohnform digital erfolgen.

Die Bleibe, die bleibt

Ein weiterer Trend wird eine Bleibe sein, die sich mit den jeweiligen Bedürfnissen entwickelt. Die Räume selbst, wie auch die Gegenstände darin, sollen nachhaltiger und flexibler konstruiert werden, sodass man unabhängig vom steigenden Alters sicher in seinem zu Hause wohnen kann. Der Wohnraum kann somit den veränderten Bedürfnissen angepasst werden. Die Grundlage dafür besteht in der Barrierefreiheit, die von Anfang an gegeben sein wird.

Alle Generationen profitieren von Maßnahmen zur Barrierefreiheit. Sei es die richtige Breite von Durchgängen, stufenlose, stolperfreie Wege, leicht bedienbare Fenster und Türen, rutschhemmende Oberflächen, sichere Griffe, angepasste Arbeitshöhen und Beleuchtungen usw. Dieser neue Standard kommt zum einen älteren Menschen zugute und ist zum anderen allgemein sehr familienfreundlich.

Ageless- und Universal-Design-Konzepte werden dafür sorgen, dass Alltagsprodukte und Wohnungseinrichtungen so ausgerichtet sind, dass eine intuitive Nutzung mit hoher Fehlertoleranz möglich ist – unabhängig von körperlicher und geistiger Konstitution. Dabei gilt auch, Ästhetik und Barrierefreiheit gekonnt zu kombinieren.

 

Weg von Seniorenheimen –  hin zur Selbstbestimmung

Dass die Lebenserwartung der Menschen steigt ist ein weltweites Phänomen. Altenheime passen nicht mehr in die neue Alterskultur, denn das Verständnis vom älter werden wandelt sich. Beim Wohnen in der Zukunft geht es mehr um das generationenkompatible Wohnen, weniger um das altengerechte. Barrierefreiheit spielt hier eine tragende Rolle und wird als neuer Qualitätsmaßstab definiert, der für alle Generationen von Vorteil ist.