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Büromarkt: Berlin ist ausgebucht - MÄHREN AG
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Büromarkt: Berlin ist ausgebucht

Büromarkt: Berlin ist ausgebucht

Die Zeit der großen Auswahl ist längst vorbei. Das gilt nicht nur für den Berliner Wohnungsmarkt. Auch Büroimmobilien werden in Berlin zunehmend knapper, während der Bedarf daran aber kontinuierlich steigt.

Berlin: Wo man auch hinblickt, findet man Baustellen. Dennoch scheint die Suche nach einer geeigneten Wohnung unendlich zäh und nicht nur das. Ein geeignetes Büro zur Miete zu finden, ist in Berlin mittlerweile ebenfalls schwierig. Derzeit herrscht am Büromarkt in Berlin eine Leerstandsquote von 1,3 Prozent – historisch gesehen ein neuer Tiefpunkt. Während sich immer weniger Büros finden lassen, steigt jedoch die Anzahl der Bürobeschäftigten und damit der Bedarf an entsprechenden Arbeitsflächen.

So neu ist das aber gar nicht: In den deutschen Metropolen fällt die Leerstandsquote schon seit einigen Jahren. Die Folgen werden auf dem Immobilienmarkt immer deutlicher spürbar, denn auch die Büromieten steigen beständigweiter. Während der letzten fünf Jahre stiegen die Mieten in den fünf größten Städten um fast 20 Prozent. Dementsprechend groß ist der Ansturm auf Neubauprojekte. In Berlin werden vor allem in den heiß begehrten Lagen Mitte und Charlottenburg die Flächen sehr knapp. Es ist fast unmöglich, hier die benötigten Flächen zu finden – schon gar nicht kurzfristig.

 

Immer stärkere Flächenkonkurrenz zwischen Wohnen und Gewerbe

 

Grundsätzlich kommen sich die Projektentwickler für Wohnraum und Büroflächen eher selten in die Quere. Meistens ist das Bauland von vornherein für eines von beidem ausgewiesen. Die Entscheidung, welche Art Gebäude auf freiem Bauland errichtet wird, liegt bei den Städten selbst. Wohnraum stand in den vergangenen Jahren klar im Fokus der Städte, dennoch gehen die fehlenden Büroflächen nicht spurlos an uns vorbei, denn sie schaden der Wirtschaft. Beispiel: Unternehmen wandern ab (ca. 4.000 in Berlin alleine zwischen 2013 und 2018!) oder werden selbst bei guter Auftragslage daran gehindert, sich zu vergrößern. Zurecht wird also die Forderung der Immobilienbranche nach mehr Büro-Neubau laut.

So tut sich zwischen den Bereichen Büro und Wohnen ein immer dichteres Spannungsfeld auf. Bauland ist ein knappes Gut geworden, um das zuletzt intensiv gebuhlt wurde. Vor allem bei den A-Standorten gibt es eine harte Konkurrenz bezüglich der Entwicklung von Wohnraum und Büros. Lagen in der Innenstadt sind eben heiß begehrt – sowohl für Unternehmen als auch für Wohnungssuchende. Der Kampf um die beliebten Lagen verschärft sich und heizt damit die Konkurrenz um Wohn- und Büroflächen ordentlich an, obwohl beides dringend benötigt wird. In den anderen deutschen Metropolen sieht es übrigens ähnlich aus.

 

Es wird gebaut – eine schnelle Lösung ist aber nicht in Sicht

 

Ja, es wird gebaut. Bis 2024 sollen in Berlin rund 2,8 Millionen Quadratmeter Gewerbefläche entstehen. Die Vorvermietungsrate ist dabei jedoch sehr hoch. Das bedeutet: Viele Mieter stehen bereits fest, obwohl die Gebäude noch längst nicht fertiggestellt sind.

Das was gebaut wird, ist auch nicht genug. Es braucht schlichtweg einen gewissen Leerstand für Fluktuation. Eine Leerstandsquote unter zwei Prozent ist ungesund für unsere Märkte und wirkt sich langfristig negativ darauf aus.

Das Spannungsfeld um die Ausweisung von Wohn- und Gewerbeflächen wird also, so wie es bisher aussieht, auch 2024 noch nicht gelöst sein. Die Konkurrenz fängt also erst richtig an.