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Bündelt eure Verträge! - MÄHREN AG
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Bündelt eure Verträge!

Von Jakob Mähren, CEO Mähren AG

Ein Bekannter von mir hat sich über die vergangenen Jahre hinweg ein kleines Immobilienpaket zusammengekauft. Es fing an mit einer Wohnung, dann kaufte er ein Miethaus, dann noch eines. Inzwischen ist er Eigentümer von etwa 70 Wohnungen, die meisten vermietet, und die Mieteinnahmen fließen in den Zins. Nur bei der Rendite hapert es. Er fragt sich, wie er an seinen Investments etwas verdienen kann. Denn riskiert hat er viel. Wann immer die Rechnung nicht aufgeht, weil ein Mieter nicht rechtzeitig zahlt oder gerade ausgezogen ist, muss er Geld zuschießen, um die Kredite abzuzahlen.

Mein Bekannter ist aber auch ein sozial denkender und verantwortungsbewusster Zeitgenosse. Er erhöht die Mieten nur selten und ungern, am liebsten will er, dass seine Bewohner zufrieden und die Häuser gepflegt sind.

Ich habe mir also seine Nebenkosten angeschaut und staunte nicht schlecht. Obwohl Strom, Gas und Öl inzwischen bundesweit eingekauft werden können, hat er weiterhin ebenso viele unterschiedliche Verträge wie Objekte. Statt die Stromverträge zu bündeln und ein interessantes Gesamtangebot für seine 70 Wohneinheiten zu erhalten, muss er sich mit vielen Anbietern herumschlagen. Das kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Denn im Paket könnte er am Markt ein besseres Angebot erhalten. Gerade Stadtwerke haben häufig interessante Angebote. Das Gleiche gilt für seine Versicherungen. Würde er die einzelnen Versicherungen für Haftpflicht, Brandschutz, Gewässerschaden und Elementarschäden bündeln, dann würde er bessere Konditionen erhalten und niedrigere Prämien zahlen müssen.

Was für 70 Wohnungen möglich ist, muss auch bei 700 und 7.000 Wohnungen möglich sein. Für mich als professionellen Investor ist das Thema Vertragsbündelung nicht nur mit Blick auf die kurzfristige Rendite interessant. Mein Team und ich müssen ein professionelles Asset-Management abliefern. Und das heißt: Je besser die Konditionen, desto niedriger der Nebenkostenanteil an der Bruttomiete. Das hat gleich mehrere positive Folgen: Erstens steigen die Mieteinnahmen unmittelbar, was die Rendite erhöht. Zweitens sind niedrige Nebenkosten vermietungsfördernd. Denn indem ich meinen derzeitigen Mietern helfe, Geld zu sparen, binde ich sie an mich – das ist Mietermanagement wie aus dem Lehrbuch. Und drittens wirkt sich dieses Nebenkosten-Controlling positiv auf anstehende Neuvermietungen aus: Habe ich nämlich ein leer stehendes Objekt, werde ich dank geringerer Nebenkosten schneller einen neuen Mieter finden. Und das freut angesichts der angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt alle Beteiligten, Mieter wie Vermieter.