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Alles vernetzt: Immobilienunternehmen werden digital - MÄHREN AG
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Alles vernetzt: Immobilienunternehmen werden digital

Das Thema Digitalisierung bewegt die Immobilienbranche derzeit sehr. Möglichkeiten wie Big Data, Cloud Services, Internet of Things und künstliche Intelligenz sollen den Umgang mit Immobilien in vielerlei Hinsicht radikal verändern und für beispiellose Disruptionen in der Branche sorgen.

Drei Dimensionen der Immobilienbranche sind davon stark betroffen, nämlich die Unternehmen an sich, das sich verändernde Kundenverhalten und die Gebäude selbst. Diese drei Dimensionen und auch die Veränderung des Berufsfeldes werden uns im Rahmen unserer Digitalisierungsserie besonders beschäftigen.

In diesem ersten Teil der Serie bieten wir einen Überblick über die Herausforderungen der Digitalisierung innerhalb der (Immobilien-) Unternehmen. Dabei spielen die Optimierung der unternehmerischen Prozesse, die zunehmende Bedeutung von Daten, sowie die wachsende Serviceorientierung der Unternehmen eine tragende Rolle.

Mit digitaler Prozessoptimierung zu gesteigerter Effizient und Qualität

Eine wichtige Aufgabe im Rahmen der Digitalisierung besteht in der Optimierung der betrieblichen Prozesse. Dabei geht es darum, möglichst viele Teilaufgaben (digital) zu standardisieren um Effizienz sowie Qualität zu steigern und einen besseren Workflow möglich zu machen.

Analoge Wege gelten aus technischer Sicht als obsolet. Wer in Sachen Digitalisierung Schritt halten möchte ist gut beraten, analoge Herangehensweisen in Zukunft deutlich zu minimieren und auf die Digitalisierung möglichst vieler Abläufe zu setzen. Ziel ist eine „papierlose“ und durchgängig IT-gestützte Bearbeitung vom Posteingang bis hin zum Abschluss der Bearbeitungsfälle.

Konsequente Digitalisierung macht den betrieblichen Prozess leichter und transparenter. Einige interne Arbeitsvorgänge lassen sich komplett neu denken. Allen Beteiligten wird die tägliche Arbeit spürbar erleichtert und Unternehmen werden insgesamt effizienter und besser steuerbar.

It’s all about (Big-) Data

Daten werden immer wertvoller – auch für die Immobilienbranche. Besonders Kunden- und Objektdaten sowie öffentliche Daten (z.B. Grundakte und Genehmigungsdaten) werden vor allem in größeren Unternehmen erhoben und verwaltet. Dabei an gewisse Informationen zeitnah heranzukommen ist oft gar nicht so einfach. Auch bei der gekonnten Verwaltung und Nutzung gibt es meist noch Luft nach oben.

Kundendaten bestehen in der Regel aus Basisdaten (z.B. Kontaktdaten) und oftmals auch aus Informationen bezüglich Zufriedenheit, Wünsche, Beschwerden, Historie, Nutzungsverhalten, Verträgen usw.

Bei den Objektdaten werden sämtliche Informationen, wie z.B. Größe, Art, Alter, die Aufschluss über die Qualität des Objekts geben, gesammelt. Sie dienen als Basis für die strategische Behandlung eines Objekts und sind auch für Käufer und Nutzer interessant.

Im Rahmen der Digitalisierung geht es nur im ersten Schritt um die entsprechend vereinfachte Erhebung und Verwaltung von Daten. Eine ebenso große Rolle kommt der intelligenten Verknüpfung und Nutzung der vorhandenen Daten zu, um einen deutlichen Wettbewerbsvorteil zu erzielen und Transparenz zu gewährleisten.

Mehr Flexibilität durch mehr Service

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Digitalisierung ist die zunehmende Serviceorientierung. Die zentrale Frage lautet dabei:

Welche Leistungen werden selbst genutzt und welche anderen Abteilungen und Partnern angeboten?

Es geht darum einzelne Arbeitsprozesse, Funktionsbereiche und Abteilungen innerhalb eines Unternehmens zu identifizieren und darüber zu entscheiden ob ein mögliches Zusammenfügen von Prozessabschnitten und Auslagerungen von Aufgaben (Outsourcing) sinnvoll sein kann. Für einige Unternehmen kann es z.B. sinnvoll sein, eine IT-Abteilung nicht selbst zu besetzen, sondern sie als Service in Anspruch zu nehmen.

Mit dem gekonnten Einsatz solcher Strategien können Unternehmen flexibler und unabhängiger von Ressourcen werden, indem Infrastrukturen im Internet vorgehalten und damit Kosten reduziert werden.

Neben all den Potenzialen bestehen große Hürden

Durch die Digitalisierung entstehen in Zukunft völlig neue Geschäftsmodelle, die zu einer höheren Flexibilität der Unternehmen führen werden.

Neben all den Potenzialen bestehen aber auch Hürden, die auf dem Weg zur Digitalisierung überwunden werden müssen. Zum einen beklagen Experten das Fehlen von informationstechnologischen Infrastrukturen und einen Mangel an standardisierten Abläufen. Beide Kritikpunkte stellen eine Grundlage für die zukünftige Digitalisierung dar.

Zum anderen herrschen noch immer veraltete Regularien und Vorschriften. Eine wesentliche Hürde für Innovationen in diesem Feld sind starre Prozessstrukturen und veraltete Vorschriften. Die derzeitigen Anforderungen verpflichten Unternehmen nach wie vor dazu, alte Prozesse und Schnittstellen beizubehalten. Beispiele hierfür sind u.a. die Forderung nach Originalbelegen, die papierbasierte Kommunikation und die Unterschriftenregelung.

So werden Nutzeffekte der Digitalisierung konterkariert und gewünschte Einsparungen und Effizienzsteigerung werden damit nicht erreicht. Die Anpassung solcher Vorschriften ist wichtig für eine konstruktive Auseinandersetzung mit der Digitalisierung.

Um Schritt zu halten ist es für Immobilienunternehmen genau jetzt wichtig sich mit dem Thema Digitalisierung auseinanderzusetzen und die Möglichkeiten und Herausforderungen für das eigene Unternehmen zu ermitteln. Denn eines ist klar: Die Digitalisierung kommt nicht erst, sie ist längst im Gange – und sie wartet nicht.